Verlängert bis zum 11. 06.2019 “Peter Paul Rubens “Ein schöpferisches Genie”

Paulus Pontius Gerard Seghers   St. Sebastian

Verlängert bis zum 11. 06.2019 “Peter Paul Rubens “Ein schöpferisches Genie”

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Grußwort: Frank Beckehoff, Landrat des Kreises Olpe
Einführung: Monika Löcken, Museumsleiterin Südsauerlandmuseum
Die Ausstellung wird musikalisch Begleitet von „Trio Barock“

Das Südsauerlandmuseum zeigt Kupferstiche und Holzschnitte aus der Sammlung des Siegerlandmuseums im Oberen Schloss in Siegen und dankt für die freundliche Leihgabe.

Wenige Künstler haben auf ihre Zeit so nachhaltigen Einfluss ausgeübt, wie Peter Paul Rubens, der am 28. Juni 1577 in Siegen geboren wurde und am 30. Mai 1640 in Antwerpen verstarb. 

Schon zu seinen Lebzeiten wurde er als Künstler-Unternehmer bewundert, und seine Werkstatt war in ganz Europa berühmt. Außerordentlich groß war daher auch die Zahl seiner Schüler. Rubens erkannte früh die Möglichkeiten, die der Kupferstich für die Reproduktion und die Verbreitung seiner Werke eröffnete. In seinem Betrieb sorgte er daher für die Heranbildung ausgezeichneter Kupferstecher, zu nenne sind unter anderem Lucas Vorsterman, Schelte à Bolswert und Paulus Pontius. Auf Rubens’ Kosten wurden die Kupferstiche für den Handel produziert. Auch die alte Methode des Holzschnitts diente zur Verbreitung Rubensscher Werke. Die Ausstellung zeigt biblische Themen, Heilige und Szenen aus Legenden, die in ganz Europa als Vorlagen für große Altarbilder dienten. Dabei wurde entweder ein einzelner Kupferstich kopiert oder es wurde ein Gemälde aus Motiven mehrerer Kupferstiche neu komponiert. Dabei galt der Rückgriff auf bestehende geschmackvolle und anerkannte Vorbilder zu einer neuen Bildschöpfung nicht als Kopie, sondern als eine anspruchsvolle Methode des Entwerfens.

Auch in Attendorn finden sich großformatige Gemälde, wie zum Beispiel am Agatha-Altar in der Pfarrkirche, wo Motive von zwei in der Ausstellung gezeigten Kupferstichen verschmolzen wurden oder das Kreuzigungsbild in der Hospitalkirche, das auch auf ein Vorbild aus der Rubenswerkstatt zurück geht.

 Von dem Kupferstich des Hl Sebastians, gestochen von Paulus Pontius nach Entwürfen von P.P. Rubens gibt es neben einem Gemälde auch eine Adaption als Relief, das im Giebel der St. Sebastianskonfraternität hing und das sich heute im Südsauerlandmuseum befindet.

Der Kupferstich „das Urteil des Salomon „ fand im 19. Jh. eine späte Interpretation auf einem Eckschränkchen, das in einem Attendorner Haushalt stand.

 

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Museum für Kunst und Kulturgeschichte des Kreises Olpe in Attendorn

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