Fundstück im März 2018

Uhrgesicht Bearbeitet

Fundstück im März 2018

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Franz Schröder

Standuhr von Franz Schröder

Die kurze Geschichte der Uhrmacherei im Sauerland, begann etwa zu Anfang des 18. Jahrhunderts.

In der Hochzeit des Uhrenbaus zwischen 1770 und 1865 fertigten rund 50 Uhrmacher im kurkölnischen Sauerland Uhren für die Region. Trotz der guten Qualität und der schlichten aber schönen Arbeit, endete das Kapitel der Sauerlanduhr schon nach nicht einmal 200 Jahren. Mit der Schwarzwalduhr war eine deutlich billigere Alternative auf den Markt gekommen, die sich großer Beliebtheit erfreute. Diesem Konkurrenzdruck konnten die hiesigen Uhrmacher nicht mehr standhalten. Die letzte heute bekannte Sauerlanduhr wurde 1874 verkauft.

Die Geschichte der Meisterwerke aus dem Sauerland kann auch im Museum anhand einiger besonders schöner Exemplare erkundet werden.

Zu der museumseigenen Uhrensammlung ist vor einigen Wochen eine besonders interessante Sauerlanduhr hinzugekommen. Sie wurde wahrscheinlich  Mitte des 19 Jh. von Franz Schröder  hergestellt. Bei der Familie Schröder aus Oedingen, die ihr Absatzgebiet hauptsächlich im Südsauerland hatte, handelte es sich um eine der bekanntesten und produktivsten Uhrmacherfamilien der Region. Ihre Uhren orientieren sich an dem Vorbild der bergischen Uhr, die sich optisch meist durch einen konischen Pendelkasten, diagonale Eckkanten und einen reichlich verzierten Schlussstein auszeichnet. Bei der Uhr aus Oedingen, die nun einen Platz im Museum hat, handelt es sich jedoch um eine besonders schlichte Variante mit einem rechteckigen Pendelkasten, einem runden Pendelfenster und auffälligen Intarsienarbeiten. Besonders dekorativ und typisch für die Uhren der Familie Schröder sind die beiden Porträts im sogenannten Arcus, die die Signaturscheibe mit dem Namen des Herstellers einrahmen.

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Museum für Kunst und Kulturgeschichte des Kreises Olpe in Attendorn

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