Eröffnung der Ausstellung „Born to be Wald“

Born to be WALD - Südsauerlandmuseum Attendorn

Eröffnung der Ausstellung „Born to be Wald“

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Wann:
30. Juli 2017 um 15:00 – 16:30
2017-07-30T15:00:00+02:00
2017-07-30T16:30:00+02:00
Wo:
Südsauerlandmuseum
Alter Markt 1
57439 Attendorn
Deutschland
Preis:
kostenlos

Erst als es in Mitteleuropa schon längst keine Urwälder mehr gab, schufen Maler und Dichter das Waldesdunkel und den von Wölfen und Zwergen bevölkerten Mythos Wald. Mal inszenierten sie den Wald als beseelte Naturwelt mit eigenen Gesetzen, mal als Ort der Abgeschiedenheit vom hektischen Alltag, in dem sich der Mensch aufgehoben fühlte, gleichzeitig aber auch vielen Gefahren ausgesetzt war. Doch der Wald war den Menschen schon fremd geworden. Durch die Industrialisierung und Modernisierung der Gesellschaft im frühen 19. Jahrhundert Besonders in Deutschland wurde der Wald zum Gegenbild von Fortschritt, der grauen Großstadt und einer maroden Kultur stilisiert. Dennoch hatte der Mythos Wald in den Heimatfilmen der 1950er Jahre ein idyllisches Nachleben. In den Fokus geriet der Wald dann wieder in den Umweltdebatten der 1980er Jahre unter dem Schlagwort „Waldsterben“.

Deutschland ist natürliches Heimatgebiet von Laubwäldern, doch heute besteht mit 55,5 Prozent der größte Teil der Wälder aus wirtschaftlichen Gründen aus Nadelbäumen. Die Fichte – der Baum des Jahres 2017 – ist mit einer Wuchsfläche von 2,76 Millionen Hektar hier die häufigste Baumart. Aufgrund der vielseitigen Verwendbarkeit des Holzes (Papier, Bauholz) ist sie der „Brotbaum“ der Forstwirtschaft. Rund 90 Prozent der Holzernteerträge kommen aus dem Verkauf von Fichten. Der Kreis Olpe ist einer der Waldreichsten Kreise in NRW. Seit rund 200 Jahren ist auch hier die Fichte der „Brotbaum“ der Waldwirtschaft.

Doch auch diese Wirtschaftswälder sind bevölkert. Die Ausstellung zeigt auf wer bei uns in Wald und Flur lebt und wohnt? Viele Tiere leben sehr versteckt und sind nur ganz selten zu beobachten. Die Ausstellung stellt die wichtigsten Lebensräume unserer Heimat, ihre typischen Bewohner und Lebensgemeinschaften vor. Sie informiert auf anschauliche Weise über ökologische Bedeutung und Bedingung.

Wald oder Stadt macht für manche Wildtiere keinen Unterschied und sie erobern sich auch die Stadt! Viele Arten sind inzwischen richtige Stadtpflanzen geworden. Wie sie leben und welche Vorteile sie davon haben, erfährt man in dieser Ausstellung. Wir haben also wilde Untermieter, die direkt vor unserer Haustüre entdeckt werden können!

Die Ausstellung stellt die Vielfältigkeit und Schönheit unserer heimischen Tierwelt vor. Sie schärft den Blick für die Zusammenhänge in unserer Natur und weckt das Verständnis und die Toleranz gegenüber unseren vierbeinigen Mitbewohnern.

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Museum für Kunst und Kulturgeschichte des Kreises Olpe in Attendorn