„Bildwelten – Weltbilder Romanische Wandmalerei Westfalens“

Wandmalerei Aus St.Martinus In Dünschede E1509012027869

„Bildwelten – Weltbilder Romanische Wandmalerei Westfalens“

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Wann:
5. November 2017 – 7. Januar 2018 ganztägig
2017-11-05T00:00:00+01:00
2018-01-08T00:00:00+01:00

Die Zeitspanne vom 11. bis 13. Jahrhundert, kunstgeschichtlich die Zeit der Romanik, ist in Westeuropa geprägt von einer allgemeinen Aufbruchsstimmung und Erneuerung. Die Landwirtschaft entwickelt sich zum Wirtschaftsmotor, die Bevölkerungszahlen steigen an. Handel und Geldverkehr, die Wissenschaften und technische Entwicklungen erfahren einen deutlichen Schub, Städte entstehen in Westfalen. Selbst in den Dörfern werden Kirchen nun aus Stein gebaut und auf ihren Innenwänden mit ornamentaler und figürlicher Malerei prächtig verziert. Architektur und Malerei sind wunderbar aufeinander abgestimmt und umgeben den Gläubigen wie ein schützendes, geheiligtes Gehäuse: er befindet sich im Haus Gottes.

Um dieser Wandmalerei in Westfalen die gebührende Aufmerksamkeit auf wissenschaftlich fundierter Grundlage zu verschaffen, hat die LWL-Denkmalpflege, Landschafts- und Baukultur in Westfalen 2012 ein mehrjähriges Projekt begonnen, das sich bis 2016/17 mit der kunst- und restaurierungswissenschaftlichen Erforschung der wichtigsten Beispiele romanischer Wandmalerei zwischen 1160 und 1270 in Westfalen beschäftigt. Vom Gerüst aus sind die 13 wichtigsten Beispiele der Romanik in Westfalen unter Einbeziehung vielfältiger Untersuchungsmethoden erfasst, kartiert und erforscht worden. Mit dieser Aufgabe wurden die Kunsthistorikerin Anna Skriver und die Restauratorin Katharina Heiling betraut.

Von Sommer 2012 bis Frühjahr 2016 drehte das Filmteam des LWL-Medienzentrums z.T. wiederholt in neun der dreizehn für dieses Forschungsprojekt ausgewählten Kirchen. Dem Kunstschatz der romanischen Wandmalereien nähert sich der Film aus heutiger Sicht an und fokussiert den Blick auf drei Fragen:

1.   Der historische Kontext: das Hochmittelalter in Westfalen

2.   Der kunsthistorische Blick und die Arbeit der Kunsthistorikerin und Restauratorin

3.   Der gegenwärtige Blick und die Frage, welche Rolle die romanischen Wandmalereien im heutigen Gemeindeleben einnehmen.

An jedem ausgewählten Ort sucht die Kamera die Malereien aufzuspüren und exemplarisch die Arbeiten der Kunsthistorikerin und der Restauratorin zu zeigen.

Der Film nimmt die Untersuchungen zum Anlass, figürliche romanische Malereien in Westfalen interessierten Zuschauerinnen und Zuschauern ohne spezielle Vorkenntisse näher zu bringen. Bei der Frage nach der Bedeutung der Malereien heute kommen in sehr unterschiedlicher Weise die Menschen vor Ort zu Wort.

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