Fundstücke aus dem Südsauerlandmuseum

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Fundstücke aus dem Südsauerlandmuseum

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Heute stellen wir euch fünf Milchfläschchen aus unserem Magazin in der Ennester Straße vor. Sie wurden wahrscheinlich in den 30er Jahren hergestellt und sie sind 24 cm hoch und haben eine 15-teilige Skala. Gefunden wurden sie auf dem Dachboden des katholischen Pfarrhauses in Attendorn und kamen von dort in die Museumssammlung. Wie  sie dorthin gekommen sind, wissen wir leider noch nicht.

Bekannt ist aber, dass es in Attendorn schon immer Frauen gab, die sich für Kinder und Familien eingesetzt haben -so auch in den 30er Jahren. Als Hebammen haben unter anderem Paula Damm und Grete Weber in der Stadt gearbeitet. Sicher ist den meisten Attendornern auch Stadtschwester Else Tump noch in Erinnerung. Auch der katholische Mütterverein (heute kfd) und der Frauenbund sind schon lange tatkräftig im Einsatz.

Bis die Babyflaschen aussahen, wie wir sie heute kennen, war es ein langer Weg. Erst seitdem sich in den 1920er Jahren das Milchpulver als Nahrung für Säuglinge durchsetzte, verfügen Babyflaschen über eine Messskala. Die uns heute geläufige Form hat die Babyflasche erst seit Mitte der 50er Jahre. Seit dieser Zeit sind Flaschen mit einem weiten Hals verbreitet, die viel einfacher gesäubert werden können. Anders als heute wurden die Babyflaschen früher auch nicht aus Plastik, sondern aus Glas hergestellt. Bunte Bilder und Kindermotive sind etwa seit den 60er Jahren auf den Flaschen zu finden. (Text und Foto von Annika Dzuballe, Foto E. Tump : https://attendorn-katholisch.de/8-nachrichten/91-100-geburtstag-der-ehemaligen-gemeindeschwester)

 

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Museum für Kunst und Kulturgeschichte des Kreises Olpe in Attendorn